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Eva | Café Westend, Wien

Foto: Alain Barbero | Text: Barbara Rieger

 

Übergangszonen beherbergen alles
Skurrile Gestalten wählt sie aus
Nur Ornamente verweilen
Ein Bahnhof saugt
Stammgäste auf
Uhren gehen
Längst nicht mehr voraus
Es bleiben zehn Jahre um einen Zug zu erreichen
Aus dem ein Mann mit Filzpantoffeln winkt
A. sieht Fußball mit dem Chef
Und fragt: „Warum wählst du nicht selbst?“

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Marianne Jungmaier | Café Westend, Wien

Foto: Alain Barbero | Text: Marianne Jungmaier

 

du sagst, ton français est impeccable
aber der Tag ist noch nicht vorbei
und die Schwalben werden
den Sommer vorbeiziehen sehen
und den Kindern wird man sagen
es sei ein verregneter Mai gewesen
wo warst du
als der Vollmond verschwand
und wo
als man dich rief
aber nicht dachte
die Schatten verlangen nach Haltung
so lange
bis du deinen Namen
nicht mehr kennst

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Eva | Café Westend, Wien

Foto: Alain Barbero | Text: Barbara Rieger

 

Ein Zug von Paris, ein Zug nach Paris und jemand, der ihr das Gepäck abnimmt. Sie fährt nach Westen und verkleidet sich, verkleidet sich nicht. Sie blickt nach Osten und A. fragt sich, ist es sie oder ich.
Sie oder ich, frage ich dich.
Die Stadt ist ein Dorf, alle hier kennen sich, kennen sich nicht.
Sie fürchten das Ende noch vor dem Anfang, sie tragen Holzfällerhemden, ertragen Hosen aus Leder, vertragen die Übergänge nicht. Sie trinken ein Bier und verlieren den Norden, verlieren ihn nicht. Sie sind zu Hause an einem Ort in Europa, an dem das Innere aus dem Äußeren bricht.